Wow.
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Knapp daneben ist auch vorbei. Ich habe mal leichtfertig behauptet, WikiCheats könne den GameFAQs Konkurrenz machen, ja sogar den Rang ablaufen. Nachdem erstere Plattform nun ein Weilchen läuft und ich mich beim Spielen von Mass Effect dann doch ab und an nicht zurückhalten konnte, im Nachhinein (!) zu schauen, ob die andere Alternative nicht doch besser gewesen wäre, konnte ich also nochmal einen Blick auf die beiden Seiten werfen.
Und wie der erste Satz dieses Beitrags vermuten lässt: Ich muss meine These von damals revidieren. WikiCheats kommt nicht so recht in die Pötte. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass den Autoren »von oben« gesagt wird, sie mögen die Artikel doch bitte so schön oberflächlich belassen, oder ob sich einfach nicht genug Leute finden, die helfen wollen; jedenfalls sind die Walkthroughs dort weder detailliert noch besonders hilfreich. Das konnte ich jetzt sowohl an Hand von Crysis als auch Mass Effect nachhalten.
Im Gegensatz dazu sind die Guides von GameFAQs teilweise schon zu ausführlich. Bei den noch immer strikt in plain text geschriebenen Guides herrscht eben auch noch die alte STRG-F-Mentalität vor. Der Ehrgeiz, den dort nicht wenige Autoren haben, ist wirklich bewundernswert, und das sage ich auch und gerade nachdem ich meine Magisterarbeit geschrieben habe, aber sie schießen eben manchmal deutlich über das Ziel hinaus. Praktischerweise gibt es aber neben den All-In-One-Dokumenten meistens auch spezialisierte Guides, ich erinnere mich zum Beispiel an Speed-Run-FAQs zu Super Metroid. Abgesehen davon: Wenn ich die Wahl habe zwischen zu wenig und zu viel Information, gewinnt in diesem Fall eindeutig »zu viel«!
Interessanterweise gibt es eine andere Informationsquelle, losgelöst von den üblichen verdächtigen der Guide-Sammelseiten, die beide Vorzüge miteinander vereint: Unter masseffect.wikia.com wird ebenfalls dezentralisiert an einer Komplettlösung gearbeitet, also ohne Überfülle und Redundanz an Information, aber (überraschenderweise) deutlich detaillierter, als es bei den nur scheinbar dezidierten WikiCheats-Kollegen abläuft.
Und dann gibt es da noch diesen
»inoffiziellen« Guide in Print. Wäre ja mal interessant, zu schauen, wie der sich im Vergleich zu den kostenlosen Quellen schlägt.
Und wie der erste Satz dieses Beitrags vermuten lässt: Ich muss meine These von damals revidieren. WikiCheats kommt nicht so recht in die Pötte. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass den Autoren »von oben« gesagt wird, sie mögen die Artikel doch bitte so schön oberflächlich belassen, oder ob sich einfach nicht genug Leute finden, die helfen wollen; jedenfalls sind die Walkthroughs dort weder detailliert noch besonders hilfreich. Das konnte ich jetzt sowohl an Hand von Crysis als auch Mass Effect nachhalten.
Im Gegensatz dazu sind die Guides von GameFAQs teilweise schon zu ausführlich. Bei den noch immer strikt in plain text geschriebenen Guides herrscht eben auch noch die alte STRG-F-Mentalität vor. Der Ehrgeiz, den dort nicht wenige Autoren haben, ist wirklich bewundernswert, und das sage ich auch und gerade nachdem ich meine Magisterarbeit geschrieben habe, aber sie schießen eben manchmal deutlich über das Ziel hinaus. Praktischerweise gibt es aber neben den All-In-One-Dokumenten meistens auch spezialisierte Guides, ich erinnere mich zum Beispiel an Speed-Run-FAQs zu Super Metroid. Abgesehen davon: Wenn ich die Wahl habe zwischen zu wenig und zu viel Information, gewinnt in diesem Fall eindeutig »zu viel«!
Interessanterweise gibt es eine andere Informationsquelle, losgelöst von den üblichen verdächtigen der Guide-Sammelseiten, die beide Vorzüge miteinander vereint: Unter masseffect.wikia.com wird ebenfalls dezentralisiert an einer Komplettlösung gearbeitet, also ohne Überfülle und Redundanz an Information, aber (überraschenderweise) deutlich detaillierter, als es bei den nur scheinbar dezidierten WikiCheats-Kollegen abläuft.
Und dann gibt es da noch diesen
EmmJay in lesenswert
Und wie ich da so rumprobiere, war ich überrascht von mir selbst, dass ich der Charaktergenerierung doch einen so großen Stellenwert beimesse. Das war mir gar nicht bewusst. Nein, der Mund passt noch nicht ganz, und als Kriegsheld braucht der gute ja auch noch eine Narbe, aber bitte nicht die, die aussieht wie die von Harry Potter, sondern ruhig etwas realistischer. Und als jemand, der gewissermaßen nur auf Raumstationen gelebt hat, sollte er nicht den dunkelsten Teint haben. Vielleicht rote Haare? Ja, das passt. Und ein markanter Bart? Nein, das nicht, aber der Drei-Tage-Bart wird's tun. Und so weiter.
Im Charaktererschaffungsprozess von Mass Effect spielt nicht nur das Aussehen, sondern auch der Hintergrund des Protagonisten eine Rolle. Man darf wählen aus mehreren Stereotypen, zwischen dem Kriegshelden und dem Katastrophen-Überlebenden, zwischen Militärskind und tragischer Waise. Ich vermute, diese Auswahlen beeinflussen hidden variables, die im späteren Verlauf von Bedeutung sein werden, aber ich finde es gut, dass ich meine Entscheidungen davon nicht abhängig machen muss – vielleicht schaue ich ja im dritten oder vierten Playthrough mal in eine Komplettlösung.
Die zur Auswahl stehenden Stereotype erinnern nicht von ungefähr an klassische Hintergrundszenarien aus Pen-&-Paper-Rollenspielen, wie auch Nick Yee sie identifiziert hat. (Sowas könnte den Senior Gamer interessieren!) Die Stereotype wiederum machen es einfacher, sich im Kopf eine Figur aus Attributen anderer bekannter Helden zusammenzuwürfeln. Ich hatte bei meiner Generierung zum Beispiel Firefly's Mal Reynolds kurzzeitig im Hinterkopf, ebenso wie Rico aus Starship Troopers, mehrere der Galaxy Rangers und natürlich Luke Skywalker. Faszinierend, wie viele Assoziationen da auf einmal getriggert werden. Passt natürlich auch alles hervorragend in die Theorie des »Monomyth« bzw. der »Hero's Journey«, mal schauen, wie klischeehaft Mass Effect da im weiteren Verlauf wird.
Die Voraussetzungen sind jedenfalls gut: Ich fühle mich meinem Avatar jetzt schon sehr verbunden, habe eine Vorstellung seiner Werte und Ideale und bin bereit, die spielerischen Implikationen (»+2 auf INT« oder was auch immer) hinter den rollenspielerisch-narrativen zurückstehen zu lassen. Das schafft nicht jedes Spiel nach nur einer halben Stunde.
Die zur Auswahl stehenden Stereotype erinnern nicht von ungefähr an klassische Hintergrundszenarien aus Pen-&-Paper-Rollenspielen, wie auch Nick Yee sie identifiziert hat. (Sowas könnte den Senior Gamer interessieren!) Die Stereotype wiederum machen es einfacher, sich im Kopf eine Figur aus Attributen anderer bekannter Helden zusammenzuwürfeln. Ich hatte bei meiner Generierung zum Beispiel Firefly's Mal Reynolds kurzzeitig im Hinterkopf, ebenso wie Rico aus Starship Troopers, mehrere der Galaxy Rangers und natürlich Luke Skywalker. Faszinierend, wie viele Assoziationen da auf einmal getriggert werden. Passt natürlich auch alles hervorragend in die Theorie des »Monomyth« bzw. der »Hero's Journey«, mal schauen, wie klischeehaft Mass Effect da im weiteren Verlauf wird.
Die Voraussetzungen sind jedenfalls gut: Ich fühle mich meinem Avatar jetzt schon sehr verbunden, habe eine Vorstellung seiner Werte und Ideale und bin bereit, die spielerischen Implikationen (»+2 auf INT« oder was auch immer) hinter den rollenspielerisch-narrativen zurückstehen zu lassen. Das schafft nicht jedes Spiel nach nur einer halben Stunde.
Wer mangels ausreichend hohem Geeklevel die Überschrift nicht dechiffrieren kann: Ich wollte nur kurz Bescheid sagen, dass sich die Zeit, in der ich meine angestaute mediale ToDo-Liste abhaken kann, soeben um dreizigeinhalb Stunden verlängert hat. Warum? MTV archiviert alle Folgen von Game One auf seiner Website. Hab ich ein Glück, dass sich offenbar sommerbedingt die Speedruns und Let's-Play-Threads gerade in Grenzen halten. Aber Sonntag fang ich mal mit Mass Effect an, wirklich jetzt!
EmmJay in ansehnlich
Es mag nicht wie ein äußert entspannendes Buch aussehen, aber für mich ist The Wisdom of Crowds
paradiesisch, denn es ist seit Langem ein Buch, das ich vornehmlich aus eigenem Interesse lese und nicht vornehmlich für die Uni. Vor ein paar Wochen habe ich noch Wikinomics gelesen, das mich zwar auch fasziniert hat, aber wenn es eben für die Uni ist, ist es nochmal was anderes.
Jedenfalls, ich les so The Wisdom of Crowds, und eine der Kernthesen ist, dass Gruppen von Menschen meist intelligentere Entscheidungen und Vorhersagen machen können als ein noch so informierter Experte. Das funktioniert am besten, wenn die Gruppe möglichst divers ist, jedes Mitglied seine Meinung unabhängig von den anderen und mit eigenen Ressourcen fällt und wenn dann ein (Markt-)Mechanismus die kollektive Entscheidung bündelt.
Das ist spannend für meine Mass-Effect-Recherche, denn im Prinzip funktioniert metacritic.com genau so, nur dass an der Vielfältigkeit der Reviewer zu zweifeln ist, schließlich sind alle Online-Redakteure für Spiele-Sites. Davon abgesehen ist metacritic.com wohl ein gutes Instrument, um die vorherrschende Meinung über Mass Effect einzuschätzen. Aber für meine Kaufentscheidung ist das noch nicht genug.
Ich konsultiere sehr gerne noch GameTrailers.com für deren Video-Reviews (wer braucht da noch GameStar und co.?), die IGN-Reviews für ihre Ausführlichkeit sowie fellow Blogger, deren Meinung ich einigermaßen einschätzen kann. Lange Rede, kurzer Sinn: Mass Effect
ist bestellt.
Jedenfalls, ich les so The Wisdom of Crowds, und eine der Kernthesen ist, dass Gruppen von Menschen meist intelligentere Entscheidungen und Vorhersagen machen können als ein noch so informierter Experte. Das funktioniert am besten, wenn die Gruppe möglichst divers ist, jedes Mitglied seine Meinung unabhängig von den anderen und mit eigenen Ressourcen fällt und wenn dann ein (Markt-)Mechanismus die kollektive Entscheidung bündelt.
Das ist spannend für meine Mass-Effect-Recherche, denn im Prinzip funktioniert metacritic.com genau so, nur dass an der Vielfältigkeit der Reviewer zu zweifeln ist, schließlich sind alle Online-Redakteure für Spiele-Sites. Davon abgesehen ist metacritic.com wohl ein gutes Instrument, um die vorherrschende Meinung über Mass Effect einzuschätzen. Aber für meine Kaufentscheidung ist das noch nicht genug.
Ich konsultiere sehr gerne noch GameTrailers.com für deren Video-Reviews (wer braucht da noch GameStar und co.?), die IGN-Reviews für ihre Ausführlichkeit sowie fellow Blogger, deren Meinung ich einigermaßen einschätzen kann. Lange Rede, kurzer Sinn: Mass Effect
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