Mittwoch, 5. September 2007 14:14

Warten auf auf Godot v1.2c




Der Volksmund hält die Vorfreude für die schönste Freude. Der Computerspieler von heute mittlerweile auch, mussten wir in letzter Zeit immer häufiger feststellen. Je mehr man sich nämlich auf ein bestimmtes Spiel freut, desto verbuggter wird es frühzeitig veröffentlicht. Besteht eine Korrelation zwischen der Intensität des Prerelease-Hypes und Bugbefallenheit des Spiels? Schauen wir uns ein paar Beispiele an:

Stalker, Verzeihung: S.T.A.L.K.E.R., der Endzeitshooter mit Rollenspielanleihen, der ursprünglich schon 2003 erscheinen sollte, erschien dann endlich im Frühjahr und war trotz der langen Entwicklungszeit noch nicht wirklich fertig: Der erste Patch hat sogar die alten Savegames unspielbar gemacht.

Gothic 3 wäre ein Kapitel für sich. Obwohl der Community Manager großspurig eine Belohnung für jeden versprach, der einen reproduzierbaren Bug im Spiel entdecken sollte, häuften sich die schlechten Reviews und Beschwerden nach dem Verkaufsstart. Mittlerweile haben offenbar die Fans das Ruder in Sachen Fehlerbeseitigung in die Hand genommen. Beschämend.

Letzte Woche gekauft, bis heute kaum eine Stunde gespielt: Der lange erwartete Edelshooter Bioshock glänzt ebenfalls durch haufenweise Detailprobleme. Die offiziellen Tech-Support-Foren füllen wahrscheinlich inzwischen Bücher. Besonders kontrovers: Ein bestimmter Virenscanner hielt die Datei, die bei der Installation online nachgeladen werden muss, für verseucht und machte somit das Spielen unmöglich. Aber ein Patch ist ja angekündigt. Fragt sich nur, wann der erscheint.

Also warten wir geduldig und freuen uns vor, denn wir ahnen, dass die Freude, die nach der Vorfreude kommt, getrübt sein könnte.