Mir war ja schon bei Vertragsabschluss klar, dass der DVD-Verleih von Amazon in naher Zukunft umziehen würde zu Lovefilm. Abgesehen von dem etwas pornös klingenden Namen habe ich mir da nichts bei gedacht. Der Umzug fand indes dieses Wochenende schon statt und meine Begeisterung hält sich in Grenzen. Die gute Nachricht zuerst: Ehemalige Amazon-Kunden behalten ihre Vertragskonditionen, die günstiger sind als die Konditionen, die Neukunden bei Lovefilm bekommen.
Aaaaaaber. Der Kundenservice und vor allem die DVD-Wunschlisten-Verwaltung sind vergleichsweise eine Zumutung. In der alten Amazon-Liste konnte ich die Reihenfolge, in der ich die DVDs erhalten möchte, punktgenau sortieren, und wurde detailliert über die Wartezeiten informiert. Das ermöglichte es geschickten Kunden, fast perfekt zu kontrollieren, welche DVD als nächstes ankommen würde, wenn man die Wartezeiten und Sortiermöglichkeiten geschickt miteinander kombiniert.
Lovefilm knickt allerdings das Sortierungssystem für die Wunschlisten zugunsten einer Priorisierungseinstellung. Es gibt nur noch drei Prioritäten, hoch, mittel und niedrig. Zudem werden die Wartezeiten nicht vollständig ausgewiesen. Entweder das, oder der Algorithmus zur Auswahl der nächsten DVD ist ein Arsch. Derzeit liegt nämlich Aliens auf meinem Schreibtisch, obwohl das nur »mittel« priorisiert war und höherpriorisierte DVDs (z.B. Alien (1)!) angeblich sofort verfügbar waren. Irgendwas stimmt da nicht.
Die Dreistigkeit ist aber, dass die FAQ von Lovefilm ergänzt wurde um eine Sektion speziell für ehemalige Amazon-Kunden. Okay, das allein ist nicht dreist, das ist ja vielleicht sogar hilfreich. Aber der Inhalt ist dafür umso lustiger; oder trauriger, je nachdem. Auf die offenbar trefflich antizipierte Frage »Ich war bisher ein Amazon.de DVD-Verleih Kunde, warum kann ich meine Liste nicht mehr sortieren?« antwortet Lovefilm:
WTF? Der Service wird definitiv nicht besser, denn der Kunde hat weniger Möglichkeiten, den Service von Lovefilm effektiv zu nutzen, als es bei Amazon noch der Fall war. Und inwiefern der Service »persönlicher« werden kann, erkläre mir bitte der zuständige PR-Bullshitter vom Dienst.
Oh, halt, warte. Hat er ja schon. Oder auch nicht: Natürlich hab ich direkt eine höfliche Mail an den Kundendienst geschickt, mit der Bitte, mir zu erklären, inwiefern der Service nun besser geworden sein, obwohl man ja nun weniger Möglichkeiten zur Anpassung an die eigenen Wünsche hat. Die offenbar aus Textbausteinen zusammengezimmerte Mail geht nicht auf meine Frage ein, sondern walzt noch einmal aus, was in den FAQ schon – sollte man meinen – in ausreichender Länge aber mit mangelndem Geschick umschifft werden sollte. (Bei Interesse poste ich die komplette Mail gerne noch.) Auf ein wiederholtes Nachfragen gab es keine Antwort. Soviel dazu.
Und jetzt schaue ich mir das noch zwei Wochen an, vergleiche nochmal meine Wunschliste mit den DVDs, die ich tatsächlich bekomme, und werde mich dann aller Wahrscheinlichkeit von Lovefilm verabschieden. Ich halte euch auf dem Laufenden.
Aaaaaaber. Der Kundenservice und vor allem die DVD-Wunschlisten-Verwaltung sind vergleichsweise eine Zumutung. In der alten Amazon-Liste konnte ich die Reihenfolge, in der ich die DVDs erhalten möchte, punktgenau sortieren, und wurde detailliert über die Wartezeiten informiert. Das ermöglichte es geschickten Kunden, fast perfekt zu kontrollieren, welche DVD als nächstes ankommen würde, wenn man die Wartezeiten und Sortiermöglichkeiten geschickt miteinander kombiniert.
Lovefilm knickt allerdings das Sortierungssystem für die Wunschlisten zugunsten einer Priorisierungseinstellung. Es gibt nur noch drei Prioritäten, hoch, mittel und niedrig. Zudem werden die Wartezeiten nicht vollständig ausgewiesen. Entweder das, oder der Algorithmus zur Auswahl der nächsten DVD ist ein Arsch. Derzeit liegt nämlich Aliens auf meinem Schreibtisch, obwohl das nur »mittel« priorisiert war und höherpriorisierte DVDs (z.B. Alien (1)!) angeblich sofort verfügbar waren. Irgendwas stimmt da nicht.
Die Dreistigkeit ist aber, dass die FAQ von Lovefilm ergänzt wurde um eine Sektion speziell für ehemalige Amazon-Kunden. Okay, das allein ist nicht dreist, das ist ja vielleicht sogar hilfreich. Aber der Inhalt ist dafür umso lustiger; oder trauriger, je nachdem. Auf die offenbar trefflich antizipierte Frage »Ich war bisher ein Amazon.de DVD-Verleih Kunde, warum kann ich meine Liste nicht mehr sortieren?« antwortet Lovefilm:
Anstelle einer Durchnummerierung können Sie Ihre DVDs in verschiedenen Prioritäten einstufen, dadurch wird unser Service besser und persönlicher.
WTF? Der Service wird definitiv nicht besser, denn der Kunde hat weniger Möglichkeiten, den Service von Lovefilm effektiv zu nutzen, als es bei Amazon noch der Fall war. Und inwiefern der Service »persönlicher« werden kann, erkläre mir bitte der zuständige PR-Bullshitter vom Dienst.
Oh, halt, warte. Hat er ja schon. Oder auch nicht: Natürlich hab ich direkt eine höfliche Mail an den Kundendienst geschickt, mit der Bitte, mir zu erklären, inwiefern der Service nun besser geworden sein, obwohl man ja nun weniger Möglichkeiten zur Anpassung an die eigenen Wünsche hat. Die offenbar aus Textbausteinen zusammengezimmerte Mail geht nicht auf meine Frage ein, sondern walzt noch einmal aus, was in den FAQ schon – sollte man meinen – in ausreichender Länge aber mit mangelndem Geschick umschifft werden sollte. (Bei Interesse poste ich die komplette Mail gerne noch.) Auf ein wiederholtes Nachfragen gab es keine Antwort. Soviel dazu.
Und jetzt schaue ich mir das noch zwei Wochen an, vergleiche nochmal meine Wunschliste mit den DVDs, die ich tatsächlich bekomme, und werde mich dann aller Wahrscheinlichkeit von Lovefilm verabschieden. Ich halte euch auf dem Laufenden.
EmmJay in ansehnlich
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Wie lange warte ich auf eine Gelegenheit, das ansonsten kaum zu gebrauchende britische Wort »Fortnight« mal in einem halbwegs sinnvollen Kontext zu benutzen und diese Woche präsentierten sich derer gar zwei! Eine Fortnight ist nichts anderes als die Zeitspanne von 14 Tagen, aber das in die Überschrift zu schreiben hätte nicht annähernd so viel Spaß gemacht. Jedenfalls. Ich bin jetzt für zwei Wochen testhalber Amazon.de-DVD-Verleih-Kunde und World-of-Warcraft-Ausprobierer.
Dass ich auf den DVD-Verleih nicht früher aufmerksam geworden bin, ist möglicherweise ein Versäumnis, dann hätte ich nämlich wahrscheinlich die 14 · 25 Euro für die komplette Voyager-Edition gespart. Aber eins nach dem anderen. Ich kann mir bei Amazon.de jetzt ständig zwei DVDs ausleihen, die so lange behalten, wie ich möchte, und sobald ich die zurückschicke (auf deren Kosten), bekomme ich die nächste DVD auf der von mir verwalteten Leihliste zugesandt. Kommt auf 15 Euro im Monat und beinhaltet natürlich eine immense Auswahl an DVDs, eben auch die aus Serien-Boxen. Eine typische 7-DVD-Box entspricht demnach sieben einzelnen DVDs, aber das ist trotzdem noch wesentlich günstiger als die alle zu kaufen, vor allem, wenn man sie eh nur einmal sehen möchte.
Einziges Manko bisher: Man teilt sich natürlich den vorhandenen Stock mit allen anderen Kunden. Das hatte in meinem Fall zur Folge, dass die ersten sieben DVDs, die ich eingequeuet habe (wasn Wort!), mit dem Vermerk »sehr lange Wartezeit« versehen waren. Offenbar bin ich nicht der einzige, der Outer Limits
zwar nochmal sehen, aber nicht kaufen will. Das heißt dementsprechend, dass DVDs, die weiter unten in meiner Liste stehen, aber verfügbar sind, den Vorrang bekommen, sobald ich eine DVD zurückschicke. Interessanterweise steht nirgendwo auf der Website der genaue Auswahl-Algorithmus für dieses Procedere, es ist nämlich noch komplizierter als es aussieht.
Ein Gedankenexperiment: Wenn Outer Limits bei mir an Stelle 1 der Liste mit der besagten Wartezeit ausgewiesen ist, bekomme ich immer eine DVD von weiter unten zugeschickt. Heißt das, wenn ich Pech habe, bekomme ich nie meine Outer-Limits-DVD, weil mir immer jemand zuvorkommt? Oder wird dir DVD reserviert, wenn der Ausleiher vor mir sie zurückschickt? Dann haben andere Pech, denn wenn ich fies Schrägstrich faul bin, bleibe ich wochenlang auf meiner DVD sitzen und die reservierte DVD liegt im Lager bis zum Sanktnimmerleinstag. In den zwei Wochen werde ich also verstärkt darauf achten, wie die Verfügbarkeiten so verteilt sind. Wenn ich immer ein halbes Jahr auf alles warten muss, spar ich mir das Geld lieber.
Die zweite kostenlose Testversion habe ich eben im Gamestop mitgenommen: World of Warcraft. Ist ja fast unglaublich, dass ich noch nie selbst Hand an das Spiel gelegt habe, obwohl ich schon so viel darüber gelesen und so vielen Leuten dabei zugesehen habe. Also wird auch das mal ausprobiert, mal sehen, wie süchtig es wirklich macht, oder ob ich danach nur noch mehr Lust auf Diablo III haben werde.
Dass ich auf den DVD-Verleih nicht früher aufmerksam geworden bin, ist möglicherweise ein Versäumnis, dann hätte ich nämlich wahrscheinlich die 14 · 25 Euro für die komplette Voyager-Edition gespart. Aber eins nach dem anderen. Ich kann mir bei Amazon.de jetzt ständig zwei DVDs ausleihen, die so lange behalten, wie ich möchte, und sobald ich die zurückschicke (auf deren Kosten), bekomme ich die nächste DVD auf der von mir verwalteten Leihliste zugesandt. Kommt auf 15 Euro im Monat und beinhaltet natürlich eine immense Auswahl an DVDs, eben auch die aus Serien-Boxen. Eine typische 7-DVD-Box entspricht demnach sieben einzelnen DVDs, aber das ist trotzdem noch wesentlich günstiger als die alle zu kaufen, vor allem, wenn man sie eh nur einmal sehen möchte.
Einziges Manko bisher: Man teilt sich natürlich den vorhandenen Stock mit allen anderen Kunden. Das hatte in meinem Fall zur Folge, dass die ersten sieben DVDs, die ich eingequeuet habe (wasn Wort!), mit dem Vermerk »sehr lange Wartezeit« versehen waren. Offenbar bin ich nicht der einzige, der Outer Limits
Ein Gedankenexperiment: Wenn Outer Limits bei mir an Stelle 1 der Liste mit der besagten Wartezeit ausgewiesen ist, bekomme ich immer eine DVD von weiter unten zugeschickt. Heißt das, wenn ich Pech habe, bekomme ich nie meine Outer-Limits-DVD, weil mir immer jemand zuvorkommt? Oder wird dir DVD reserviert, wenn der Ausleiher vor mir sie zurückschickt? Dann haben andere Pech, denn wenn ich fies Schrägstrich faul bin, bleibe ich wochenlang auf meiner DVD sitzen und die reservierte DVD liegt im Lager bis zum Sanktnimmerleinstag. In den zwei Wochen werde ich also verstärkt darauf achten, wie die Verfügbarkeiten so verteilt sind. Wenn ich immer ein halbes Jahr auf alles warten muss, spar ich mir das Geld lieber.
Die zweite kostenlose Testversion habe ich eben im Gamestop mitgenommen: World of Warcraft. Ist ja fast unglaublich, dass ich noch nie selbst Hand an das Spiel gelegt habe, obwohl ich schon so viel darüber gelesen und so vielen Leuten dabei zugesehen habe. Also wird auch das mal ausprobiert, mal sehen, wie süchtig es wirklich macht, oder ob ich danach nur noch mehr Lust auf Diablo III haben werde.
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