Zugegeben, meine multilingualen Wortspiele waren mal besser, aber das lässt sich auch über die Anzahl der interessanten Spiele zu einem gegebenen Zeitpunkt sagen. Zurzeit, und hier spiegelt sich die Überschrift selbst, ist da ziemlich Ebbe irgendwie. Ich habe tatsächlich aktiv nach einem Spiel gesucht, das mir die wenigen freien Stunden, die ich zwischen den Schichten im September habe, versüßen kann, aber ich bin enttäuscht worden.
Der einzige Lichtblick scheint Drakensang
zu sein, aber dazu mag ich mich nicht so recht aufraffen, aus möglicherweise irrationalen Gründen. Der offenbar nicht minder komplexe Witcher in der Enhanced Edition
wäre allerdings sofort in meinem Einkaufskorb gelandet, wäre er nicht auf kommende Woche verschoben worden – Kaufentscheidungen sind schon hochgradig gefühlsgeleitet.
Vielleicht schaffe ich jetzt endlich mal das Sigma-Protokoll durch, bis ich nächste Woche nochmal mit dem polnischen Fantasy-RPG flirte...
Was die anderen interessanten Spiele angeht, da prügelt sich alles um den November, wie es aussieht. Ein Auszug aus meiner To-Watch-Out-For-Liste:
C&C: Red Alert 3 (30. Oktober 2008)
Chrono Trigger (NDS) (1. November 2008)
Left4Dead (7. November 2008)
Tomb Raider Underworld (21. November 2008)
Und das namens- bzw. wortspielgebende Mirror's Edge verschiebt sich in der PC-Version offenbar auch nach Q1 vom kommenden Jahr. Von Prototype mag ich mal gar nicht reden, dass hat seinen Hype-Status verspielt, als sie die ersten Gameplay-Videos gezeigt haben, die mir sagten, dass die Marketing-Abteilung im Hause Radical besser ist als die Open-World-Looking-Good-Gameplay-Abteilung. Aber da lasse ich noch mit mir reden.
Der einzige Lichtblick scheint Drakensang
Vielleicht schaffe ich jetzt endlich mal das Sigma-Protokoll durch, bis ich nächste Woche nochmal mit dem polnischen Fantasy-RPG flirte...
Was die anderen interessanten Spiele angeht, da prügelt sich alles um den November, wie es aussieht. Ein Auszug aus meiner To-Watch-Out-For-Liste:
C&C: Red Alert 3 (30. Oktober 2008)
Chrono Trigger (NDS) (1. November 2008)
Left4Dead (7. November 2008)
Tomb Raider Underworld (21. November 2008)
Und das namens- bzw. wortspielgebende Mirror's Edge verschiebt sich in der PC-Version offenbar auch nach Q1 vom kommenden Jahr. Von Prototype mag ich mal gar nicht reden, dass hat seinen Hype-Status verspielt, als sie die ersten Gameplay-Videos gezeigt haben, die mir sagten, dass die Marketing-Abteilung im Hause Radical besser ist als die Open-World-Looking-Good-Gameplay-Abteilung. Aber da lasse ich noch mit mir reden.
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It is our pleasure to invite you to participate in the first wide release of the Red Alert 3 public beta test. We will continue to grow the pool of beta participants over the course of the beta, but for now you will be one of the first people outside of the development team to have the opportunity to play Red Alert 3.
Ich bin dann mal...
Meldet euch, wenn ihr auch einen Beta-Key bekommen habt, dann können wir mal zusammen spielen, das ist immer etwas angenehmer als gegen die anonymen Korea-Hansels, die schon alle »imba«-Strategien ausgecheckt haben, während ich noch die Hotkey-Belegung memoriere...
Es muss wirklich Saure-Gurken-Zeit sein, wenn ich nun schon wieder einem noch gar nicht erschienenen Spiel einen Beitrag widme, aber bei Mirror's Edge bin ich eben sehr gespannt, was daraus wird, aber gleichzeitig mahne ich mich zur Vorsicht, nicht dem Hype zu erliegen.
Den E3-Ankündigungen nach zu urteilen, soll das Spiel das First-Person-Action-Adventure-Genre mit seinen Innovationen zu neuen Höhen treiben. Man spielt Faith, eine wieselflinke Botin in einer sicherheitsorientierten (lies: paranoiden) Großstadt der nahen Zukunft und muss dementsprechend Informationen von A nach B befördern, und zwar rennend, springend, rutschend und mehr ausweichend als kämpfend. Sieht auch zugegebenermaßen gar nicht übel aus, aber was das Gameplay angeht, bin ich noch nicht vollends überzeugt.
Ironischerweise hat Mirror's Edge auch bei den GameTrailers-E3-Awards nicht etwa das beste Action-Adventure gewonnen (das ist der neue Prince of Persia), und auch nicht das innovativste Game (das wiederum ist Little Big Planet), sondern »nur« die beste neue Franchise. Was mich ja schon ein bisschen stutzig werden lässt, zusätzlich zu meinen anderen Bedenken.
Ich befürchte nämlich auch, die PR-Maschinerie könnte die Nicht-Linearität des Spiels drastisch überbetonen, wie etwa bei Crysis, wo ich besser nichts mehr zu sage. Oder die Spielzeit könnte an akuter Verkürzung leiden, wie etwa bei Portal, schließlich war dort auch das grundlegende Prinzip sehr neu und sehr toll, die Anwendungsmöglichkeiten im Leveldesign haben sich aber nach drei Spielstunden schon erschöpft gehabt. Oder die Steuerung könnte zu einfach sein. Wenn ich wie bei Assassin's Creed einfach nur konsequent auf [rennen] und [springen] drücken muss, und der Charakter bewegt sich flüssig und kontextsensitiv durchs Level, dann ist das schön und gut, aber vom Spielerischen her nicht die Offenbarung. Zumal der jeweils beste Weg durch »Runners' Vision« immer rot eingefärbt wird, was dem Spieler zusätzliche Denkarbeit abnimmt. Nicht, dass ich als Spieler dann in eine Trance verfalle, nur noch auf die roten Elemente tunnelblicke und dem so präsentierten Pfad dank einfachster Steuerung problemlos folgen kann. Das wäre nicht das optimale Spiel für mich.
Ich bin jedenfalls weiterhin gespannt, vermeide es aber noch vorsichtig, gehypet zu werden. Anders als bei Diablo III und Left 4 Dead zum Beispiel, wo ich es fast schon genieße, mich mitreißen zu lassen. Den Comic und das leider spanische, aber dafür 30-minütige Video [via] kann man sich ja mal anschauen... Unverbindlich.
Ironischerweise hat Mirror's Edge auch bei den GameTrailers-E3-Awards nicht etwa das beste Action-Adventure gewonnen (das ist der neue Prince of Persia), und auch nicht das innovativste Game (das wiederum ist Little Big Planet), sondern »nur« die beste neue Franchise. Was mich ja schon ein bisschen stutzig werden lässt, zusätzlich zu meinen anderen Bedenken.
Ich befürchte nämlich auch, die PR-Maschinerie könnte die Nicht-Linearität des Spiels drastisch überbetonen, wie etwa bei Crysis, wo ich besser nichts mehr zu sage. Oder die Spielzeit könnte an akuter Verkürzung leiden, wie etwa bei Portal, schließlich war dort auch das grundlegende Prinzip sehr neu und sehr toll, die Anwendungsmöglichkeiten im Leveldesign haben sich aber nach drei Spielstunden schon erschöpft gehabt. Oder die Steuerung könnte zu einfach sein. Wenn ich wie bei Assassin's Creed einfach nur konsequent auf [rennen] und [springen] drücken muss, und der Charakter bewegt sich flüssig und kontextsensitiv durchs Level, dann ist das schön und gut, aber vom Spielerischen her nicht die Offenbarung. Zumal der jeweils beste Weg durch »Runners' Vision« immer rot eingefärbt wird, was dem Spieler zusätzliche Denkarbeit abnimmt. Nicht, dass ich als Spieler dann in eine Trance verfalle, nur noch auf die roten Elemente tunnelblicke und dem so präsentierten Pfad dank einfachster Steuerung problemlos folgen kann. Das wäre nicht das optimale Spiel für mich.
Ich bin jedenfalls weiterhin gespannt, vermeide es aber noch vorsichtig, gehypet zu werden. Anders als bei Diablo III und Left 4 Dead zum Beispiel, wo ich es fast schon genieße, mich mitreißen zu lassen. Den Comic und das leider spanische, aber dafür 30-minütige Video [via] kann man sich ja mal anschauen... Unverbindlich.
Valve begeistert mich ja zurzeit mit seiner Kommunikationspolitik, dem Image-Wandel von Steam, den wirklich köstlich aussehenden Trailern und Ankündungen zu Left 4 Dead und nicht zuletzt natürlich mit Team Fortress 2.
Ein wunderbares Beispiel für eine ganze Reihe dieser Aspekte ist ein Post im Developer-Blog von Team Fortress 2. Dort bitten die Entwickler die Community um Ideen, wie das erwartete Heavy-Update auszusehen habe, und präsentieren gleichzeitig Einblicke in die Denkprozesse hinter den Gameplay-relevanten Entscheidungen. Find ich toll, sehr offenherzig, sehr ehrlich und sehr aufschlussreich. Andere Entwickler würden diesem Schritt nicht wagen, womöglich aus Angst, sich Blöße zu geben oder als einfallslos zu gelten, wenn sie sogar die Community um Rat fragen müssen.
Aber bei Valve funktioniert das und die Community dankt es ihnen mit einem mittlerweile 84-seitigen Thread voller nicht ganz so durchdachter und einiger durchaus vorstellbarer Ideen. Wenn die E3-Ankündigungen von Erik Johnson für bare Münze zu nehmen sind, müsste das Heavy-Update bald kommen. Sehr bald.
Ganz im Gegensatz übrigens zu allen dreisten Nicht-Ankündigungen von Nintendo bezüglich Mario, Samus und Zelda, an denen zwar in irgendeiner Form gearbeitet werde (vielleicht), aber zu denen man nichts sagen könne. Die kommen nicht bald. Alles andere als bald. Aber das ist ein anderes Thema.
Ein wunderbares Beispiel für eine ganze Reihe dieser Aspekte ist ein Post im Developer-Blog von Team Fortress 2. Dort bitten die Entwickler die Community um Ideen, wie das erwartete Heavy-Update auszusehen habe, und präsentieren gleichzeitig Einblicke in die Denkprozesse hinter den Gameplay-relevanten Entscheidungen. Find ich toll, sehr offenherzig, sehr ehrlich und sehr aufschlussreich. Andere Entwickler würden diesem Schritt nicht wagen, womöglich aus Angst, sich Blöße zu geben oder als einfallslos zu gelten, wenn sie sogar die Community um Rat fragen müssen.
Aber bei Valve funktioniert das und die Community dankt es ihnen mit einem mittlerweile 84-seitigen Thread voller nicht ganz so durchdachter und einiger durchaus vorstellbarer Ideen. Wenn die E3-Ankündigungen von Erik Johnson für bare Münze zu nehmen sind, müsste das Heavy-Update bald kommen. Sehr bald.
Ganz im Gegensatz übrigens zu allen dreisten Nicht-Ankündigungen von Nintendo bezüglich Mario, Samus und Zelda, an denen zwar in irgendeiner Form gearbeitet werde (vielleicht), aber zu denen man nichts sagen könne. Die kommen nicht bald. Alles andere als bald. Aber das ist ein anderes Thema.
Wie ich so gerade versuche, bei Rock, Paper, Shotgun und GameTrailers.com durch die Neuigkeiten zur E3 zu pflügen, stelle ich fest, dass das gar nicht so einfach ist. Die Neuigkeiten verstecken sich nämlich ganz gut in einem Haufen von Nicht-Informationen und medialer Überflutung. In anderthalb Tagen sind auf den oben angegebenen Seiten 14 ausführliche Artikel und mehr als 150 Einzelvideos veröffentlicht worden. Und die beiden Seiten sind nur die Spitze des Eisbergs, der für mich die Anlaufstellen in punkto Gaming-News darstellt. Es ist schwer, da das wirklich relevante Zeug vom hochgejodelten Bla bla zu trennen.
Überhaupt gab es bisher keine großen Ankündigungen. Sowohl Nintendo als auch Microsoft halten sich auf ihren Pressekonferenzen doch arg bedeckt, was Heraushebenswertes angeht. Abseits davon wurden bisher ein paar Spiele mit konkreten Release-Dates in Verbindung gebracht, aber wir wissen ja, was das bedeutet. Und jeeeede Menge Trailer zu bereits angekündigten Spielen wurden unters Volk geworfen, deren Neuigkeitsgehalt auch unter fünf Prozent liegen dürfte und für die wir keine E3 gebraucht hätten. Manche schaue ich trotzdem, einfach, weil mich das Spiel interessiert. Mission erfüllt, von Seiten der Aussteller.
Jedenfalls kann ich nun zweierlei sehr gut nachvollziehen. Erstens die Einstellung vom Senior Gamer, der sich von dem ganzen künstlich aufgebauschten Rummel erstmal fernhalten will; und zweitens das Aussterben des Computerspielezeitschriftenprintsektors (via), das vor dem Hintergrund der ganzen kostenlosen, unglaublich umfangreichen, schnelleren und nicht selten auch fundierteren Netzberichterstattung – seien wir ehrlich – mehr als verständlich ist.
Überhaupt gab es bisher keine großen Ankündigungen. Sowohl Nintendo als auch Microsoft halten sich auf ihren Pressekonferenzen doch arg bedeckt, was Heraushebenswertes angeht. Abseits davon wurden bisher ein paar Spiele mit konkreten Release-Dates in Verbindung gebracht, aber wir wissen ja, was das bedeutet. Und jeeeede Menge Trailer zu bereits angekündigten Spielen wurden unters Volk geworfen, deren Neuigkeitsgehalt auch unter fünf Prozent liegen dürfte und für die wir keine E3 gebraucht hätten. Manche schaue ich trotzdem, einfach, weil mich das Spiel interessiert. Mission erfüllt, von Seiten der Aussteller.
Jedenfalls kann ich nun zweierlei sehr gut nachvollziehen. Erstens die Einstellung vom Senior Gamer, der sich von dem ganzen künstlich aufgebauschten Rummel erstmal fernhalten will; und zweitens das Aussterben des Computerspielezeitschriftenprintsektors (via), das vor dem Hintergrund der ganzen kostenlosen, unglaublich umfangreichen, schnelleren und nicht selten auch fundierteren Netzberichterstattung – seien wir ehrlich – mehr als verständlich ist.
Eigentlich wollte ich zu der ganzen Geschichte ja erst etwas sagen, wenn es offiziell ist und ausgestanden. Aber es scheint doch schon ziemlich vorbei zu sein, also erlaube ich mir mal eine eigene Meinung. Also, worum gehts? Wie der alte Sack schon am Samstag protokolliert hat: Die Flagship Studios, die sich nach wie vor für Hellgate: London verantwortlich zeichnen müssen, sind ein bis zwei Schritte über den Abgrund hinaus. Erinnert mich ein bisschen an eine gewisse Cartoonfigur:

Offenbar besitzt der koreanische Partner HanbitSoft inzwischen alle Rechte an den intellectual properties von Hellgate: London und Mythos, nicht wenige (derzeit 19 bestätigte) Mitarbeiter wurden »redundant gemacht«, wie es im Pressemitteilungsenglisch so schön heißt, und Abonnenten wurde die Möglichkeit genommen, ihre Abonnements zu kündigen – ein aufgebrachter Spieler spricht sogar davon, seine Kreditkarte befinde sich nun in Geiselnahme beim Unternehmen. Und das alles geht vonstatten, während von offizieller Seite eine konsequente Des- und Nichtinformationspolitik durchgezogen wird. Forenmitarbeiterin Tiggs löscht und schließt fast kommentarlos einen Thread nach dem anderen, auf der Website sind gar keine News zum Thema (»Patch 1.3D coming live«) und nur im Forum gibt es nur eine Verlautbarung, die (fast) alles dementiert, was so diskutiert und spekuliert wird.
Ich bin der erste, der zugibt, dass er die Güte des Spiels bei Weitem überschätzt hat. Das Potenzial war ja da, aber faktisch gab es viel zu viele Probleme und Problemchen, beim Art Design, beim Gameplay, bei der Technik (s.a. hier). Und irgendwann hat Bill Roper ja auch zugegeben, dass die das Spiel voreilig rausbringen mussten, obwohl es noch nicht annähernd marktreif war. Und man konnte eben nicht mal kurz die Problemchen wegpatchen. Dass ich damals trotzdem über 40 Stunden damit verbringen konnte, lag hauptsächlich an dem netten kleinen Clan, dem ich beigetreten war, wo wir uns das graue Rumgehacke und Rumgeslaye mit netten Unterhaltungen unlangweilig gemacht haben.
Aber ganz unabhängig von der Qualität des Produkts: Der Umgang mit den Fans, den wenigen noch begeisterten Kunden, ist der schlechteste, den ich mir vorstellen kann. Konsequente Nichtinformation, und das nicht erst seit diesem Wochenende, hat das Ganze in meinen Augen noch madiger gemacht als es ohnehin schon war. Klar, Blizzard sagt auch auf die Frage »Wann kommt Diablo III?« nur lapidar: »Wenn's fertig ist!«, aber die gleiche Show kann man nicht abziehen, wenn man stetig zahlende Kunden hat, die auf neue Inhalte warten. Da bin ich noch glücklicher, mich gegen das Lifetime-Abo entschieden zu haben. Und jetzt am Wochenende auch noch ganz dreist einfach die Unsubscribe-Option aus der Accountverwaltung zu löschen, das schießt doch den Vogel ab. Würde mich nicht wundern, wenn es da noch eine class action lawsuit, also Gemeinschaftsklage, als Kirsche auf dem Sahnehäubchen geben würde.
Hoffentlich gehen die Koreaner gut mit Mythos um. Die paar Stunden, die ich dort bisher in der Beta verbracht habe, sahen eigentlich vielversprechend aus – aber da war das geplante Geschäftsmodell ja auch etwas abenteuerlich, also muss ich mich da wohl sehr vorsichtig vorfreuen.

Offenbar besitzt der koreanische Partner HanbitSoft inzwischen alle Rechte an den intellectual properties von Hellgate: London und Mythos, nicht wenige (derzeit 19 bestätigte) Mitarbeiter wurden »redundant gemacht«, wie es im Pressemitteilungsenglisch so schön heißt, und Abonnenten wurde die Möglichkeit genommen, ihre Abonnements zu kündigen – ein aufgebrachter Spieler spricht sogar davon, seine Kreditkarte befinde sich nun in Geiselnahme beim Unternehmen. Und das alles geht vonstatten, während von offizieller Seite eine konsequente Des- und Nichtinformationspolitik durchgezogen wird. Forenmitarbeiterin Tiggs löscht und schließt fast kommentarlos einen Thread nach dem anderen, auf der Website sind gar keine News zum Thema (»Patch 1.3D coming live«) und nur im Forum gibt es nur eine Verlautbarung, die (fast) alles dementiert, was so diskutiert und spekuliert wird.
Ich bin der erste, der zugibt, dass er die Güte des Spiels bei Weitem überschätzt hat. Das Potenzial war ja da, aber faktisch gab es viel zu viele Probleme und Problemchen, beim Art Design, beim Gameplay, bei der Technik (s.a. hier). Und irgendwann hat Bill Roper ja auch zugegeben, dass die das Spiel voreilig rausbringen mussten, obwohl es noch nicht annähernd marktreif war. Und man konnte eben nicht mal kurz die Problemchen wegpatchen. Dass ich damals trotzdem über 40 Stunden damit verbringen konnte, lag hauptsächlich an dem netten kleinen Clan, dem ich beigetreten war, wo wir uns das graue Rumgehacke und Rumgeslaye mit netten Unterhaltungen unlangweilig gemacht haben.
Aber ganz unabhängig von der Qualität des Produkts: Der Umgang mit den Fans, den wenigen noch begeisterten Kunden, ist der schlechteste, den ich mir vorstellen kann. Konsequente Nichtinformation, und das nicht erst seit diesem Wochenende, hat das Ganze in meinen Augen noch madiger gemacht als es ohnehin schon war. Klar, Blizzard sagt auch auf die Frage »Wann kommt Diablo III?« nur lapidar: »Wenn's fertig ist!«, aber die gleiche Show kann man nicht abziehen, wenn man stetig zahlende Kunden hat, die auf neue Inhalte warten. Da bin ich noch glücklicher, mich gegen das Lifetime-Abo entschieden zu haben. Und jetzt am Wochenende auch noch ganz dreist einfach die Unsubscribe-Option aus der Accountverwaltung zu löschen, das schießt doch den Vogel ab. Würde mich nicht wundern, wenn es da noch eine class action lawsuit, also Gemeinschaftsklage, als Kirsche auf dem Sahnehäubchen geben würde.
Hoffentlich gehen die Koreaner gut mit Mythos um. Die paar Stunden, die ich dort bisher in der Beta verbracht habe, sahen eigentlich vielversprechend aus – aber da war das geplante Geschäftsmodell ja auch etwas abenteuerlich, also muss ich mich da wohl sehr vorsichtig vorfreuen.
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