Die Story von mehrteiligen Spieleserien ist ja immer so ein Problem. Oder mehrere Probleme, wenn man es genau nimmt. Viele der Kritikpunkte von Ludologen an dem Narrationsverständnis von Narratologen basieren auf diesen Problemen. Das sind so zwei verschiedene Denkrichtungen innerhalb der Game Studies, die einen halten -- grob vereinfacht -- Spiele für Erzählmedien mit ein bisschen Knöpfchendrücken, die anderen glauben, Spiele sind interaktive Medien, auf die man so ein bisschen Storytelling gepropft hat.
Ein Beispiel, weil es grade so aktuell ist: Die Spielereihe Resident Evil umfasst inzwischen rund ein Dutzend Spiele, die alle angeblich im gleichen Universum stattfinden, in dem dieser große Pharmakonzern namens Umbrella diesen zombiefizierenden T-Virus erfunden hat. Soweit ist auch alles gleich. Aber sobald man ein bisschen in die Details schaut, manifestieren sich viele kleine Widersprüche zwischen den einzelnen Titeln.
Ein zentrales Problem dabei ist natürlich, dass schon im ersten Teil der Serie mehrere Enden möglich waren, je nach Charakterwahl und Entscheidungen während des Spiels. Für den weiteren Verlauf der Handlung erklären die Entwickler dann eines dieser Szenarien zum Kanon, das heißt sie definieren eines der möglichen Enden zum "richtigen" Ende. Bei Prügelspielen wie Street Fighter ist das noch problematischer, denn klassischerweise hat dort jeder der Charaktere eine eigene Story und von den teilweise über 20 möglichen Enden ist nur eins das "offizielle". Nicht selten führt das zum sog. Retconning, also dazu, dass die Schreiber im Nachhinein eine Story doch wieder so uminterpretieren, dass sich das irgendwie mit den aktuellen bzw. für den kommenden Teil geplanten Geschehnissen verträgt.
Und, naja, bei so komplizierten und verästelten Geschichten wie der des Resident-Evil-Universums nimmt das paradoxe Dimentionen an. Fans haben ellenlange Plot Guides geschrieben, in dem gut gemeinten Versuch, alle Details unter einen Hut zu bekommen. Und pünktlich zum Release von Resident Evil 5 wird Gametrailers seine Resident-Evil-Retrospektive abgeschlossen haben, die das Ganze nochmal etwas visuell ansprechender verpacken wird. Und dann gibt es da ja noch so eine gewisse Speed-Run-Seite, die einem zusätzlich die Tränen der Rührung in die Augen treibt.
Ich hätte ja gerne Speed Runs, wo die Zwischensequenzen nicht immer weggedrückt werden. Dann könnte ich nochmal grade alle Teile an einem faulen Sonntagnachmittag durchschauen und wäre sehr gerüstet für Resident Evil 5. Als ob mich Degeneration noch nicht genug gehypet hätte...
Ein Beispiel, weil es grade so aktuell ist: Die Spielereihe Resident Evil umfasst inzwischen rund ein Dutzend Spiele, die alle angeblich im gleichen Universum stattfinden, in dem dieser große Pharmakonzern namens Umbrella diesen zombiefizierenden T-Virus erfunden hat. Soweit ist auch alles gleich. Aber sobald man ein bisschen in die Details schaut, manifestieren sich viele kleine Widersprüche zwischen den einzelnen Titeln.
Ein zentrales Problem dabei ist natürlich, dass schon im ersten Teil der Serie mehrere Enden möglich waren, je nach Charakterwahl und Entscheidungen während des Spiels. Für den weiteren Verlauf der Handlung erklären die Entwickler dann eines dieser Szenarien zum Kanon, das heißt sie definieren eines der möglichen Enden zum "richtigen" Ende. Bei Prügelspielen wie Street Fighter ist das noch problematischer, denn klassischerweise hat dort jeder der Charaktere eine eigene Story und von den teilweise über 20 möglichen Enden ist nur eins das "offizielle". Nicht selten führt das zum sog. Retconning, also dazu, dass die Schreiber im Nachhinein eine Story doch wieder so uminterpretieren, dass sich das irgendwie mit den aktuellen bzw. für den kommenden Teil geplanten Geschehnissen verträgt.
Und, naja, bei so komplizierten und verästelten Geschichten wie der des Resident-Evil-Universums nimmt das paradoxe Dimentionen an. Fans haben ellenlange Plot Guides geschrieben, in dem gut gemeinten Versuch, alle Details unter einen Hut zu bekommen. Und pünktlich zum Release von Resident Evil 5 wird Gametrailers seine Resident-Evil-Retrospektive abgeschlossen haben, die das Ganze nochmal etwas visuell ansprechender verpacken wird. Und dann gibt es da ja noch so eine gewisse Speed-Run-Seite, die einem zusätzlich die Tränen der Rührung in die Augen treibt.
Ich hätte ja gerne Speed Runs, wo die Zwischensequenzen nicht immer weggedrückt werden. Dann könnte ich nochmal grade alle Teile an einem faulen Sonntagnachmittag durchschauen und wäre sehr gerüstet für Resident Evil 5. Als ob mich Degeneration noch nicht genug gehypet hätte...
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