Wie viele Serien kennt ihr, die wirklich konsequent gut waren? Die niemals einen Höhepunkt erreichten, von dem aus es immer nur noch abwärts ging? Die zu keinem Zeitpunkt über den Hai gesprungen sind?
Ich kenne keine.
The X-Files, trotz allem immer noch eine meiner Lieblingsserien, war über lange Zeit großartige Unterhaltung mit einer sorgfältig zurechtgelegten Storyline -- bis dann die Autoren Plotpoints und neue Charaktere eingeführt haben, die der bisherigen Geschichte widersprachen. Ab da ging es abwärts.
Star Trek Deep Space Nine könnte ich noch anführen. Die Show ist kontinuierlich besser geworden, hatte keinen Knick, keinen Bruch in der Geschichte -- aber sie hat auch ganz schön schwach angefangen.
Lost geht mir zurzeit auch etwas auf die Nerven. Nach der unglaublich packenden und zweiten Staffel dümpelt das, was wir bisher vom dritten Jahr gesehen haben, ohne Plot vor sich her, als wenn sich die Produzenten sicher wären, sie könnten die Geschichte mit Sicherheit noch über zwei, drei Jahre strecken. Davon abgesehen, ich glaube ohnehin schon lange nicht mehr, dass das alles von vornherein geplant gewesen ist, dafür gibt es zu viele Widersprüche in der bisherigen Geschichte.
Babylon 5, die Serie, die ich endlich diese Woche abgeschlossen habe, wurde auch schlagartig schlecht, als der Krieg, der eigentlich zentraler Bestandteil sein sollte, radikal verkürzt wurde. Produzent Joe Straczynski hatte Angst, seine Serie könne abgesetzt werden, und hat aus der auf fünf Jahre angelegten Geschichte kurzerhand vier Jahre gemacht. Und als dann doch die Verlängerung um ein weiteres Jahr ausstand, blieben nur zwei, drei müde Nebengeschichten für die letzte Staffel übrig.
Alias wurde gegen Ende auch richtig schlecht, als sich die Motive wiederholten, die Charaktere austauschbar wurden, die Supergeheimagentin mit ihrem Babybauch durch feindliches Gebiet watschelte und abzusehen war, dass die Mythologie hinter der Geschichte nichts als ein fünf Jahre umfassender MacGuffin war.
Also seid vorsichtig, wenn ihr euch wünscht, dass Firefly noch Jahre hätte laufen sollen. Oder dass Veronica Mars noch ein paar Staffeln verlängert werden sollte. Oder Prison Break. Oder Heroes ...
Ich kenne keine.
The X-Files, trotz allem immer noch eine meiner Lieblingsserien, war über lange Zeit großartige Unterhaltung mit einer sorgfältig zurechtgelegten Storyline -- bis dann die Autoren Plotpoints und neue Charaktere eingeführt haben, die der bisherigen Geschichte widersprachen. Ab da ging es abwärts.
Star Trek Deep Space Nine könnte ich noch anführen. Die Show ist kontinuierlich besser geworden, hatte keinen Knick, keinen Bruch in der Geschichte -- aber sie hat auch ganz schön schwach angefangen.
Lost geht mir zurzeit auch etwas auf die Nerven. Nach der unglaublich packenden und zweiten Staffel dümpelt das, was wir bisher vom dritten Jahr gesehen haben, ohne Plot vor sich her, als wenn sich die Produzenten sicher wären, sie könnten die Geschichte mit Sicherheit noch über zwei, drei Jahre strecken. Davon abgesehen, ich glaube ohnehin schon lange nicht mehr, dass das alles von vornherein geplant gewesen ist, dafür gibt es zu viele Widersprüche in der bisherigen Geschichte.
Babylon 5, die Serie, die ich endlich diese Woche abgeschlossen habe, wurde auch schlagartig schlecht, als der Krieg, der eigentlich zentraler Bestandteil sein sollte, radikal verkürzt wurde. Produzent Joe Straczynski hatte Angst, seine Serie könne abgesetzt werden, und hat aus der auf fünf Jahre angelegten Geschichte kurzerhand vier Jahre gemacht. Und als dann doch die Verlängerung um ein weiteres Jahr ausstand, blieben nur zwei, drei müde Nebengeschichten für die letzte Staffel übrig.
Alias wurde gegen Ende auch richtig schlecht, als sich die Motive wiederholten, die Charaktere austauschbar wurden, die Supergeheimagentin mit ihrem Babybauch durch feindliches Gebiet watschelte und abzusehen war, dass die Mythologie hinter der Geschichte nichts als ein fünf Jahre umfassender MacGuffin war.
Also seid vorsichtig, wenn ihr euch wünscht, dass Firefly noch Jahre hätte laufen sollen. Oder dass Veronica Mars noch ein paar Staffeln verlängert werden sollte. Oder Prison Break. Oder Heroes ...
Kommentare
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Da stimme ich Dir voll und ganz zu. Grade was Firefly angeht - wenn man die romantischen Höhen und Tiefen bei Buffy und Angel im Hinterkopf hat.
Z.B. die genial gestartete Serie Dexter baut gleich in der ersten Staffel auch schon wieder ab, als bei der almählichen Auflösung des mysteriy plots fast nur noch Klischees verbracten werden.
Ich halte große Stücke auf Serien, die es durch beständige Vergrößerung des Casts geschaft haben, auf eine gewisse natürliche Art zu wachsen. Mehr Charaktere bedeutet mehr *Spielraum*, man muß dann nicht immer die gleiche handvoll Hauptcharaktere mit immer neuen love interests versehen, die sich pünktlich zum Staffelende auch wieder verabschieden.
Somit ist meine momentane Lieblingsserie (von allen beendeten Serien) wohl *Everwood*. Aber z.B. auch Grey's Anatomy hält sich recht gut, trotz der Prämisse, eigentlich eine reine Soap zu sein.
Z.B. die genial gestartete Serie Dexter baut gleich in der ersten Staffel auch schon wieder ab, als bei der almählichen Auflösung des mysteriy plots fast nur noch Klischees verbracten werden.
Ich halte große Stücke auf Serien, die es durch beständige Vergrößerung des Casts geschaft haben, auf eine gewisse natürliche Art zu wachsen. Mehr Charaktere bedeutet mehr *Spielraum*, man muß dann nicht immer die gleiche handvoll Hauptcharaktere mit immer neuen love interests versehen, die sich pünktlich zum Staffelende auch wieder verabschieden.
Somit ist meine momentane Lieblingsserie (von allen beendeten Serien) wohl *Everwood*. Aber z.B. auch Grey's Anatomy hält sich recht gut, trotz der Prämisse, eigentlich eine reine Soap zu sein.
Das jump-the-shark syndrom tritt irgendwann bei jeder Serie auf. Es muss sogar auftreten, da es unmöglich ist mehrere hundert folgen zu produzieren ohne sich zu wiederholen oder auf klischees zurückzugreifen. Selbst die beste Serie aller Zeiten: The Simspons
ist nur noch ein Abklatsch dessen was sie vor 10 Jahren war (aber immer noch besser als 95% des aktuellen TVs).
Akte-X jumped-the-shark z.b nach Staffel 3-4, Lost ca. nach Folge 15, Alias ab Staffel 3, Buffy und Angel ab Folge 1 (kuam zu glauben das joss whedon auch firefly geschaffen hat nach diesen beiden beleidigungen der menschlichen Intelligenz). DS9 ist tatsächlich kontinuierlich besser geworden hatte aber ab Staffel 4 (oder 5?) nix mehr mit dem Star Trek Universum zu tun das STNG aufgebaut hatte. Babylon 5 hingegen ist eine der Serien die es geschafft haben beinhahe kontinuierlich gut zu sein und das war keine einfache Sache da die Hauptfigur nach der ersten Staffel ersetzt wurde (das ist ein klassiche JTS-Auslöser) . Serien die nicht dem JTS-Syndrom erleiden sind fast immer vor ihrem eigentlich höhepunkt abgesetzt worden (Firefly und Arrested Development fallen aus jüngerer Zeit in diese Kategorie). Es ist definitiv leichter die Qualität einer Serie beizubehalten wenn sie nicht über einen zusammenhängenden Handlungsfaden verfügt sondern jede Folge in sich abgeschlossen ist. Das dürfte einer der Gründe sein wieso manche grottenschlechte Serien 7-8 Staffeln hinbekommen obwohl sie von Anfang lausig waren (Stargate, Andromeda, Voyager, Hercules, Xena, Buffy, Charmed etc.).
Ich bin jedenfalls gespannt ob die Heroes macher es schaffen werden die Qualität zu halten oder ob sie irgendwann wie Lost (oder Desperate housewives) in der absoluten Lächerlichkeit versinken.
Zum Glück gibt es neue Serien wie Heroes oder Jericho und etablierte wie House, Battlestar Galactica, Scrubs, Gilmore Girls. Wie lange sie ihre Qualität noch halten können ist fraglich und im falle von GG und Scrubs wird die aktuelle wohl die letzte Staffel sein (und das ist auch gut so). Abschliessend möchte ich noch meinen Kandidat für die zur Zeit beste Serie angeben die schon eine Weile läuft und NIE dem JTS-Syndrom verfallen ist: CSI: Las Vegas.
ist nur noch ein Abklatsch dessen was sie vor 10 Jahren war (aber immer noch besser als 95% des aktuellen TVs).
Akte-X jumped-the-shark z.b nach Staffel 3-4, Lost ca. nach Folge 15, Alias ab Staffel 3, Buffy und Angel ab Folge 1 (kuam zu glauben das joss whedon auch firefly geschaffen hat nach diesen beiden beleidigungen der menschlichen Intelligenz). DS9 ist tatsächlich kontinuierlich besser geworden hatte aber ab Staffel 4 (oder 5?) nix mehr mit dem Star Trek Universum zu tun das STNG aufgebaut hatte. Babylon 5 hingegen ist eine der Serien die es geschafft haben beinhahe kontinuierlich gut zu sein und das war keine einfache Sache da die Hauptfigur nach der ersten Staffel ersetzt wurde (das ist ein klassiche JTS-Auslöser) . Serien die nicht dem JTS-Syndrom erleiden sind fast immer vor ihrem eigentlich höhepunkt abgesetzt worden (Firefly und Arrested Development fallen aus jüngerer Zeit in diese Kategorie). Es ist definitiv leichter die Qualität einer Serie beizubehalten wenn sie nicht über einen zusammenhängenden Handlungsfaden verfügt sondern jede Folge in sich abgeschlossen ist. Das dürfte einer der Gründe sein wieso manche grottenschlechte Serien 7-8 Staffeln hinbekommen obwohl sie von Anfang lausig waren (Stargate, Andromeda, Voyager, Hercules, Xena, Buffy, Charmed etc.).
Ich bin jedenfalls gespannt ob die Heroes macher es schaffen werden die Qualität zu halten oder ob sie irgendwann wie Lost (oder Desperate housewives) in der absoluten Lächerlichkeit versinken.
Zum Glück gibt es neue Serien wie Heroes oder Jericho und etablierte wie House, Battlestar Galactica, Scrubs, Gilmore Girls. Wie lange sie ihre Qualität noch halten können ist fraglich und im falle von GG und Scrubs wird die aktuelle wohl die letzte Staffel sein (und das ist auch gut so). Abschliessend möchte ich noch meinen Kandidat für die zur Zeit beste Serie angeben die schon eine Weile läuft und NIE dem JTS-Syndrom verfallen ist: CSI: Las Vegas.
Es sind wenige, aber ich wüsste da schon ein paar: Six Feet Under, Once & Again, Babylon 5, Arrested Development, Sports Night… Mit Bauchschmerzen auch “Buffy”. Aber so ist das Business nunmal: Eine Serie muss solange laufen, wie nur irgendwie möglich. Insbesondere die Broadcast-Networks wären ja blöd, eine Show zu beenden, nur weil diese weinerlichen Autoren keine Ideen mehr haben
. Nein, solange eine Serie viele Zuschauer hat, wird auch neues Material geliefert. Kreative Qualität und Integrität steht da (wenn überhaupt) erst an zweiter Stelle. Sollten sich die Autoren wehren, werden sie halt vor die Tür gesetzt. Und gute Jobs sind in Hollywood rar — da sitzt das Studio/Network am längeren Hebel.
Einige der oben genannten Serien hatten quasi das “Glück” wegen eh schon konstant niedriger Quoten abgesetzt zu werden, bevor dem kreativen Team die Ideen ausgehen konnten.
Einige der oben genannten Serien hatten quasi das “Glück” wegen eh schon konstant niedriger Quoten abgesetzt zu werden, bevor dem kreativen Team die Ideen ausgehen konnten.
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